Hallo liebe Bogenschützen!

Wollt Ihr ein wenig mehr über mich erfahren?

Also alles begann in der Vorweihnachtszeit im Jahr 2012. Damals waren wir gerade in Budapest und schlenderten so durch ein paar Seitengassen, abseits der üblichen Touristengebiete. Schon als kleiner Junge habe ich von einem echten Reiterbogen geträumt und so schoss mir spontan die Idee in den Kopf, es wird doch wohl in der Hauptstadt von Ungarn ein passendes Geschäft dafür geben.

Schnell mal die Anfrage bei Google eingegeben, und Tatsache war ein Bogenladen nur wenige Querstrassen weiter. Als wir dort ankamen, war gerade eine kleiner Junge von ca. 10 Jahren mit seinem Vater dabei, einige der Bögen auszutesten. Wahrscheinlich dürfte er sich gerade sein Weihnachtsgeschenk aussuchen. Der ganze Ablauf, das Schiessen und die Beratung, haben meiner Frau so gut gefallen, dass sie es unbedingt selbst probieren wollte. Nun circa eine Stunde und dutzende Pfeile später, stiefelten wir mit breitem Grinsen und zwei brandneuen Reiterbögen aus dem Laden.

Es war Ende Februar, Weihnachten war längst vorbei und die Bögen lagen seitdem gut in ihrer Hülle verpackt, oben auf dem Kleiderschrank. Wir suchten gerade nach einer Idee für das kommende Wochenende. Der Wetterbericht kündigte Sonnenschein an und wir hatte sowieso das Bedürfnis raus zu gehen. Outdoorfans waren wir nämlich schon vorher. Jedenfalls hatte ich mal was von 3D-Parcours gehört und brachte diese Idee auf. Schnell war es beschlossen, denn so hatten wir auch eine gute Gelegenheit unsere Bögen zu benutzen. Eine Freundin, die schon in ihrer Jugend Bogen geschossen hatte, begleitete uns auch auf diesem Ausflug.

Beim Parcours angekommen, erhielten wir nochmals einen wesentlich umfangreicheren Crash-Kurs und entdeckten schnell, dass Reiterbögen wohl nicht so ganz für Einsteiger geeignet waren. So verstauten wir sie wieder im Kofferraum und nahmen stattdessen die Leihausrüstung mit.

Der 3D-Parcours entwickelte sich zu einem vollem Tagesausflug, das Wetter war herrlich und am Ende hatte wir mehr als sechs Stunden dort zugebracht. Gut, die Hälfte der Zeit haben wir Pfeile gesucht. Und jedes Mal, wenn einer von uns, nach gefühlten 10 bis 20 Schuss doch mal das Gummitier getroffen hatte, egal wo, dann freuten wir uns riesig. Der Tag hat sehr viel Spaß gemacht und am Ende war klar, das mussten wir unbedingt wiederholen.

Seit dem liegen die Reiterbögen nach wie vor gut verpackt auf dem Kleiderschrank und haben inzwischen etwas Gesellschaft bekommen. Geschossen haben wir sie nie wirklich, doch ihr Kauf und dieser erste Ausflug zum 3D-Parcours haben uns infiziert: mit dem Bogensport!

Noch mehr Eindrücke gefällig? Auf Wanderschaft in Lappland: nördlicher Kungsleden.